Nach dem BaPsy beginnt die Bewerbung um einen Studienplatz. Für viele Bachelorstudiengänge Psychologie erfolgt diese über Hochschulstart. Gleichzeitig unterscheiden sich die Auswahlverfahren der Universitäten teilweise erheblich. Deshalb kann es sich lohnen, die eigene Bewerbung sorgfältig zu planen.
Auf dieser Seite erfährst du, wie Hochschulstart funktioniert, warum sich die Auswahlverfahren unterscheiden und worauf du bei deiner Bewerbungsstrategie achten solltest.
Was ist Hochschulstart?
Hochschulstart ist die zentrale Plattform, über die sich Studieninteressierte für viele zulassungsbeschränkte Studiengänge bewerben. Auch zahlreiche Bachelorstudiengänge Psychologie nehmen am Dialogorientierten Serviceverfahren (DoSV) von Hochschulstart teil.
Über Hochschulstart werden Bewerbungen koordiniert und Zulassungsangebote verwaltet. Welche Hochschulen teilnehmen und wie das jeweilige Verfahren abläuft, kannst du auf den offiziellen Seiten von Hochschulstart und der jeweiligen Universität nachlesen.
Warum unterscheiden sich die Auswahlverfahren?
Der BaPsy wird inzwischen von vielen Hochschulen berücksichtigt. Dennoch gibt es kein einheitliches Auswahlverfahren.
Die Universitäten legen in ihren Auswahlsatzungen selbst fest,
- welche Auswahlquoten verwendet werden,
- wie stark das BaPsy-Ergebnis gewichtet wird,
- welche Bedeutung die Abiturnote hat und
- ob weitere Kriterien berücksichtigt werden.
Deshalb können identische BaPsy-Ergebnisse an verschiedenen Hochschulen zu unterschiedlichen Zulassungschancen führen.
Warum eine Bewerbungsstrategie sinnvoll ist
Viele Bewerberinnen und Bewerber richten ihren Blick zunächst vor allem auf ihren BaPsy-Prozentrang. Für die Zulassung ist jedoch ebenso wichtig, wie die einzelnen Hochschulen den BaPsy, die Abiturnote und gegebenenfalls weitere Kriterien gewichten.
Ein Beispiel verdeutlicht das:
Eine Bewerberin hat
- einen BaPsy-Prozentrang von 72,
- eine Abiturnote von 1,9 und
- ein einjähriges einschlägiges Praktikum.
Sie bewirbt sich an zwei Universitäten.
Universität A berücksichtigt
- den BaPsy mit 50 %,
- die Abiturnote mit 40 % und
- 10 % Zusatzpunkte für einschlägige praktische Erfahrungen.
An dieser Universität fließen alle drei Stärken der Bewerberin in die Bewertung ein. Ihr BaPsy-Ergebnis, ihre Abiturnote und ihr Praktikum können sich gemeinsam positiv auf ihre Bewerbung auswirken.
Universität B berücksichtigt dagegen
- die Abiturnote mit 60 % und
- den BaPsy mit 40 %.
Praktische Erfahrungen spielen dort keine Rolle. Da die Abiturnote stärker gewichtet wird und das Praktikum nicht berücksichtigt wird, kann die Bewerberin trotz identischer Voraussetzungen an dieser Hochschule andere Zulassungschancen haben als an Universität A.
Dieses Beispiel zeigt: Nicht nur dein BaPsy-Ergebnis entscheidet darüber, wie aussichtsreich eine Bewerbung ist. Ebenso wichtig ist, wie die jeweilige Hochschule ihr Auswahlverfahren gestaltet.
Deshalb lohnt es sich, die Auswahlverfahren mehrerer Universitäten sorgfältig zu vergleichen. Eine gute Bewerbungsstrategie bedeutet nicht, möglichst viele Bewerbungen abzugeben, sondern diejenigen Hochschulen auszuwählen, deren Auswahlverfahren besonders gut zu deinem persönlichen Profil passen.
Mehr zur praktischen Einbindung des Zertifikats findest du auf der Seite Mit dem Ergebnis bewerben.
Informiere dich über die aktuellen Regelungen
Auswahlsatzungen können sich ändern. Informiere dich deshalb jedes Jahr neu über die Zulassungsvoraussetzungen und Auswahlverfahren deiner Wunschhochschulen.
Verbindlich sind immer die offiziellen Informationen der Universitäten sowie von Hochschulstart.
Nutze immer die offiziellen Informationen
BaPsy-Kompass unterstützt dich dabei, die Bewerbungsverfahren besser zu verstehen und deine Bewerbung fundiert zu planen. Verbindlich sind jedoch ausschließlich die Informationen der Hochschulen sowie von Hochschulstart. Prüfe deshalb insbesondere Bewerbungsfristen, Auswahlverfahren und Zulassungsvoraussetzungen immer anhand der offiziellen Angaben.
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In diesem Video erklärt Prof. Dr. Oliver Dickhäuser, warum sich die Auswahlverfahren der Hochschulen unterscheiden, wie Hochschulstart funktioniert und weshalb eine gut durchdachte Bewerbungsstrategie die Grundlage für fundierte Entscheidungen nach dem BaPsy ist.