Schritt 2.1

Wie schwer ist der BaPsy?

Warum der BaPsy anspruchsvoll ist, welche Anforderungen ihn schwer machen und wie du dich realistisch darauf vorbereitest.

Die kurze Antwort

Der BaPsy ist anspruchsvoll, aber nicht undurchsichtig. Viele Bewerber:innen empfinden ihn als schwer, weil die Aufgabenformate ungewohnt sind, die Bearbeitungszeit begrenzt ist und das Ergebnis im Vergleich zu anderen Teilnehmenden bewertet wird.

Das bedeutet aber nicht, dass du dem Test hilflos gegenüberstehst. Wenn du die Testteile kennst, typische Aufgabenformate verstehst und unter realistischen Bedingungen übst, kannst du deutlich besser einschätzen, was auf dich zukommt.

Der wichtigste Punkt ist deshalb: Der BaPsy ist kein Test, den man durch reines Auswendiglernen sicher beherrscht. Er prüft Fähigkeiten, die für ein Psychologiestudium wichtig sind, etwa mathematische Grundlagen, schlussfolgerndes Denken und das Verstehen wissenschaftsnaher Texte.

Was macht den BaPsy schwer?

Die Schwierigkeit entsteht nicht nur durch einzelne Aufgaben, sondern durch die Kombination mehrerer Anforderungen. Du musst dich nacheinander auf verschiedene Testteile einstellen, unter Zeitdruck arbeiten und deine Aufmerksamkeit über längere Zeit stabil halten.

Besonders ungewohnt sind für viele die Aufgaben zum schlussfolgernden Denken. Dort reicht es nicht, eine Antwort plausibel zu finden. Du musst Regeln erkennen, Informationen logisch verknüpfen und Antwortmöglichkeiten sorgfältig prüfen.

Auch die Textteile können anspruchsvoll sein. Beim Psychologie­verständnis deutsch und englisch geht es nicht darum, psychologische Fachbegriffe auswendig zu kennen. Entscheidend ist, ob du wissenschaftsnahe Texte genau lesen, zentrale Informationen erkennen und Antwortoptionen eng am Material prüfen kannst.

Was macht den BaPsy gut vorbereitbar?

Der BaPsy ist anspruchsvoll, aber seine Anforderungen sind transparent. Du kannst dich mit dem Aufbau, den Testteilen und typischen Bearbeitungsweisen vertraut machen.

Sinnvolle Vorbereitung hilft dir vor allem dabei,

  • Aufgabenformate kennenzulernen,
  • wiederkehrende Lösungsstrategien zu entwickeln,
  • typische Fehlerquellen zu erkennen,
  • den Umgang mit Zeitdruck zu üben und
  • deine eigenen Stärken und Schwächen realistischer einzuschätzen.

Vorbereitung bedeutet dabei nicht, möglichst viele Aufgaben wahllos zu bearbeiten. Wirksamer ist es, Aufgaben zunächst gründlich zu verstehen, Fehler auszuwerten und erst später gezielt unter Zeitvorgaben zu üben. Mehr dazu findest du im Bereich BaPsy-Vorbereitung und besonders auf der Seite Aufgaben trainieren.

Nicht alle Testteile fühlen sich gleich schwer an

Welche Testteile du als schwierig erlebst, hängt auch von deinen Vorkenntnissen und Lerngewohnheiten ab. Manche fühlen sich bei Mathematik­kenntnissen unsicher, andere tun sich eher mit figuralen Mustern, englischen Texten oder Zeitdruck schwer.

Eine gute Vorbereitung sollte deshalb nicht nur die Bereiche stärken, die dir ohnehin liegen. Sie sollte dir helfen, alle Testteile realistisch einzuordnen und gezielt dort zu üben, wo du noch unsicher bist.

Wenn du die einzelnen Anforderungen genauer verstehen möchtest, kannst du mit den Detailseiten zu den Testteilen weiterarbeiten:

Drei typische Fehleinschätzungen

Eine häufige Fehleinschätzung lautet: “Mathe entscheidet alles.” Mathematik­kenntnisse sind wichtig, aber der BaPsy ist breiter angelegt. Schlussfolgerndes Denken und Psychologie­verständnis spielen ebenfalls eine zentrale Rolle.

Ebenso ungenau ist die Aussage: “Für den BaPsy kann man nicht lernen.” Zwar lässt sich ein bestimmtes Ergebnis nicht garantieren. Du kannst aber Aufgabenformate kennenlernen, Strategien aufbauen und deine Bearbeitung unter Zeitdruck verbessern.

Auch Nervosität wird oft überschätzt. Aufregung vor einem wichtigen Auswahltest ist normal. Sie bedeutet nicht, dass du ungeeignet bist. Hilfreicher ist die Frage, wie du trotz Anspannung konzentriert weiterarbeiten kannst. Dazu passt der Bereich Testtag, insbesondere die Seite mit Tipps für einen entspannten Testtag.

Eine realistische Haltung

Der BaPsy verlangt konzentriertes, zügiges und strukturiertes Arbeiten. Du solltest ihn ernst nehmen, aber nicht größer machen, als er ist.

Eine gute Vorbereitung kann dir helfen, die Anforderungen besser zu verstehen, Routinen aufzubauen und am Testtag ruhiger zu bleiben. Sie ist keine Garantie für einen bestimmten Prozentrang oder einen Studienplatz. Sie kann aber dazu beitragen, dass du deine vorhandenen Fähigkeiten möglichst gut zeigst.

Wenn du testnah üben möchtest, kann der BaPsy-Kompass Trainer eine sinnvolle Ergänzung sein. Er ersetzt nicht die offiziellen Informationen, hilft dir aber dabei, regelmäßig mit Aufgaben zu arbeiten und deine Vorbereitung strukturierter aufzubauen.

Video

Video zur Einordnung

Prof. Dr. Oliver Dickhäuser erklärt, was die Schwierigkeit des BaPsy ausmacht und wie sinnvolle Vorbereitung helfen kann.

Mehr zur Schwierigkeit des BaPsy

Häufig gestellte Fragen zur Schwierigkeit des BaPsy

Was ist der BaPsy-DGPs?

BaPsy-DGPs steht für Bachelor Psychologie Auswahltest der Deutschen Gesellschaft für Psychologie. Der BaPsy-DGPs ist ein Studieneignungstest für das Bachelorstudium Psychologie. Viele Hochschulen nutzen ihn zusätzlich zur Abiturnote oder zu anderen Kriterien, um Studienplätze zu vergeben. Einen Überblick über Inhalte und Testteile findest du im Beitrag Was kommt im BaPsy dran?. Wenn du wissen möchtest, wie schwer der BaPsy ist, findest du dazu eine eigene Einordnung.

Ist der BaPsy ein Intelligenztest?

Nicht einfach. Der BaPsy enthält kognitive Aufgaben, prüft aber auch Bereiche wie Psychologie­verständnis, mathematische Grundlagen und fachnahe Anforderungen. Er ist ein Studieneignungstest, kein reiner Intelligenztest. Einen Überblick über die Bereiche findest du bei den BaPsy-Testteilen; zur Schwierigkeit des Tests hilft die Einordnung Wie schwer ist der BaPsy?.

Ist „BaPsy verbal“ dasselbe wie „Schlussfolgerndes Denken verbal“?

Ja. Viele Studieninteressierte verwenden verkürzte Bezeichnungen wie „BaPsy verbal“, „verbaler Untertest“ oder „verbales Schlussfolgern“. Die offizielle Bezeichnung des Testteils lautet jedoch „Schlussfolgerndes Denken verbal“. Auf BaPsy-Kompass verwenden wir deshalb die offiziellen Begriffe.

Muss ich alle Testteile bearbeiten?

Ja. Du solltest alle Testteile ernsthaft bearbeiten, denn jeder Testteil trägt zum Gesamtergebnis bei. Die Bearbeitungszeit ist allerdings knapp bemessen. Es ist deshalb normal, wenn du innerhalb eines Testteils nicht jede Aufgabe sicher bearbeiten kannst. Warum das zum BaPsy gehört, erklärt die Seite Wie schwer ist der BaPsy?.

Wichtig ist, innerhalb der vorgegebenen Zeit möglichst viele Aufgaben richtig zu lösen. Bleib nicht zu lange an einzelnen Aufgaben hängen und arbeite nur in dem Testteil, der gerade bearbeitet werden darf. Welche Bereiche geprüft werden, erklärt der Beitrag Was kommt im BaPsy dran?.

Darf ich einen Taschenrechner benutzen?

Nein. Im BaPsy sind keine Taschenrechner zugelassen. Nach den aktuell veröffentlichten offiziellen Hinweisen zählen Taschenrechner zu den elektronischen Geräten beziehungsweise unerlaubten Hilfsmitteln, die nicht mit in den Testsaal dürfen. Mehr zu erlaubten und verbotenen Gegenständen findest du auf der Seite Was du zum BaPsy mitbringen musst.

Die mathematischen Aufgaben sind so konzipiert, dass sie ohne technische Hilfsmittel bearbeitet werden können. Es empfiehlt sich daher, grundlegende Rechenfertigkeiten und den sicheren Umgang mit Zahlen im Vorfeld zu trainieren; dafür kannst du auch den BaPsy-Kompass Trainer nutzen.

Reicht es, nur Mathematik zu üben?

Nein. Der Testteil Mathematik­kenntnisse ist wichtig, aber der BaPsy ist breiter angelegt. Schluss­folgerndes Denken verbal, Schluss­folgerndes Denken figural, Schluss­folgerndes Denken numerisch sowie Psychologie­verständnis deutsch und Psychologie­verständnis englisch sollten ebenfalls Teil deiner Vorbereitung sein. Im BaPsy-Kompass Trainer ist die Vorbereitung deshalb nicht nur auf Mathematik ausgerichtet.

Brauche ich psychologische Vorkenntnisse?

Ein Psychologiestudium oder spezielles Vorwissen wird nicht vorausgesetzt. Hilfreich ist aber, dich an wissenschaftsnahe Texte, präzises Lesen und den Umgang mit psychologischen Begriffen zu gewöhnen, damit dich die Inhalte im Test weniger Zeit und Aufmerksamkeit kosten. Mehr dazu steht im Überblick Was kommt im BaPsy dran?.